Der Kleiderschrank ist bis oben hin gefüllt und dennoch findet man kein passendes Kleidungsstück für den Tag. Alles erscheint irgendwie langweilig und eintönig. Sie wollen sich von der Masse abheben und individuelle Shirts tragen? Warum die Kleidung dann nicht einfach selbst gestalten? Mit einer Transferpresse designen Sie T-Shirts, Pullis und Co. in Profiqualität. Einsteigermodelle gibt es schon für kleines Geld zu kaufen. Die Bedienung ist so einfach wie praktisch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr T-Shirt selbst bedrucken können.

So funktionieren Transferpressen

Transferpressen übertragen individuelle Logos und Motive mittels Druck und Hitzeeinwirkung auf unterschiedliche Materialien. Die Geräte funktionieren im Grunde genommen wie ein großes Bügeleisen. Der entscheidende Vorteil besteht aber darin, dass sich Temperatur und Anpressdruck genau einstellen lassen. Das sorgt für professionelle, präzise Ergebnisse. Je nach zu bedruckendem Material eignen sich unterschiedliche Transferpressen besonders gut. So genügt bei dünnen Materialien wie T-Shirts und Baumwolltaschen schon eine einfache Klapppresse. Noch hochwertigere Ergebnisse liefern Swingpressen und pneumatische Pressen und das auch bei dickeren Materialien. Wenn Sie Keramik bedrucken wollen, empfehlen wir Ihnen eine spezielle Tassenpresse. Die Funktionsweise der Geräte ist sehr ähnlich. So dampfen diese die Folie so tief in das zu bedruckende Material ein, dass die Farbpartikel der Folie sich fest mit dem Stoff verbinden. Das macht die Motive hitzeresistent und bis 30°C waschbar.

T-Shirt Beschriftung für Werbetechniker und Hobby-Bastler

Transferpressen sind für alle geeignet, die ohne großen Aufwand individuelle T-Shirts in hoher Qualität gestalten wollen. Hobby-Bastler werden an den Geräten also genauso ihre Freude haben wie professionelle Werbetechniker. Ob öffentliche Veranstaltungen, Junggesellenabschied, Partyurlaub oder Abschlussfeier – die Anlässe für individuelle T-Shirts sind vielfältig und begegnen uns im Alltag immer wieder. Aber auch Sportvereine, Bands und Karnevalsgruppen sind auf einheitliche, personalisierte Kleidung angewiesen. Diese bei einer professionellen Werbeagentur in Auftrag zu geben, ist oft aufwendig und kostspielig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Textildruck stattdessen ganz einfach selbst in die Hand nehmen.

T-Shirt selbst gestalten – So geht’s

Materialien

Schritt 1: Wunschmotiv auswählen

Wenn Sie ein T-Shirt selbst gestalten wollen, muss zunächst einmal ein passendes Motiv gefunden werden. Das können Sie entweder im Internet runterladen oder mit einer speziellen Grafik Software selbst entwerfen. Wenn Sie bei YOW! einen Schneideplotter erwerben, ist die Schneidesoftware DrawCut bereits im Lieferumfang enthalten. Diese ermöglicht es Ihnen, Ihr Wunschdesign direkt am PC zu gestalten. Vergessen Sie dabei nicht, für die Textilveredelung das Motiv zu spiegeln, ehe Sie es aus der Flexfolie plotten.

Schritt 2: Plotten

Nun geht es darum, das gewählte Motiv auf eine Transferfolie zu übertragen. Achten Sie darauf, dass das Trägermaterial dabei nach unten zeigt. Anschließend können Sie die Schneideeinstellungen Ihres Plotters an den jeweiligen Schneidejob anpassen. Genaue Angaben zu Schneidegeschwindigkeit und -druck finden Sie in der Gebrauchsanleitung Ihres Schneideplotters. Rufen Sie Ihr Wunschmotiv nun im Plotter auf und starten Sie den Plotvorgang. Das Gerät führt den Schneidevorgang nun eigenständig durch.

Schritt 3: Entgittern

Sobald Ihr Plotter den Schneidevorgang beendet hat, geht es ans Entgittern. Nutzen Sie hierzu am besten eine Entgitterhilfe, z.B. eine Pinzette oder einen Weeder. Entgitterhaken helfen Ihnen dabei, die Folienreste fein säuberlich von dem eigentlichen Plot zu trennen. Gehen Sie gerade bei filigranen Mustern vorsichtig vor, um das Motiv nicht versehentlich zu beschädigen.

Schritt 4: T-Shirt bedrucken

Das entgitterte Motiv wird nun mit einer Transferpresse auf das T-Shirt übertragen. Platzieren Sie die Folie dazu mit der Klebeseite nach unten exakt dort auf dem Shirt, wo das Bild später zu sehen sein soll. Legen Sie dann beides in die Presse. Ehe es an den eigentlichen Druck geht, sollten Sie die Anpresstemperatur und –dauer unbedingt überprüfen und bestenfalls noch einen oder mehrere Testdrucke durchführen. Das ist gerade bei hohen Stückzahlen empfehlenswert. Textilien werden mit Flexfolie in der Regel bei 160°C für 20 Sekunden gepresst. Das kann aber variieren. Wenn Sie mit Ihren Einstellungen zufrieden sind, schließen Sie die Transferpresse. Nach Ablauf der eingestellten Zeit öffnet die Secabo SMART Presse automatisch. Nun müssen Sie nur noch die Trägerfolie lauwarm abziehen.

YOW! wünscht Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

Ein Artikel von: stefanieschueller